CH-Militaria - Schützengeschichte
Schweizer
Armee-Ausrüstung
Die Teilnehmer eines Schützenfestes konnten die Munition nicht direkt
beim Munitionswart erwerben. Sie mussten dazu beim zuständigen
Kassier des
Schützenfestes
die genaue Anzahl Schüsse
kaufen. Als Beleg für die Bezahlung wurde ihnen ein Jeton gegeben,
gegen welchen dann der Schütze beim Munitionswart die Munition
ausgehändigt bekam.
Bis um etwa 1880 gab es noch keine Schiessbüchlein. Für die Stiche erhielten
die Schützen einen Legschein, in welchen die Resultate eingetragen wurden.
Für den Übungskehr gab es die Kehrmarken, auch Jetons genannt. Diese Kehrmarken
bestanden an kleineren Festen oder in Vereinen aus Papierschnitzeln,
an grösseren Anlässen aus Karton, Messing, Kupfer, Blei oder Zinn. Diese Marken
erwarb der Schütze in beliebigen Quantitäten im Schiessbüro.
Der Preis betrug zuerst einen, später zwei Batzen.
Beim Betreten des Schützenstandes hatte der Schütze vor jedem Schuss eine Kehrmarke
dem Markensammler – auch Glöckner genannt, weil er die Glocke
bedienen musste – abzugeben (heute der Warner).
Im Kehr wurde auch der Schützenkönig auserkoren. Wer während des ganzen Festes
am meisten Kehrnummern sammeln konnte, erhielt diesen Ehrentitel.